Archiv für September 2012

AUFRUF ZUR DEMONSTRATION IN LEIPZIG (25.09)

Demonstration am 25.09.2012 um 12:00 am Karl-Heine-Platz, Leipzig.

Unsere Anwesenheit ist ein Zeichen der Ungehorsamkeit gegenüber Staaten und wieder einmal treten wir hervor aus den Blättern der Geschichte. Aus namenlosen Gefängnissen, aus unsichtbaren Zellen. Und diesmal werden wir uns nicht in den Ecken der Städte, am Rande der menschenverachtenden Gesetze verewigen lassen.
Wir rufen einander zu um das zu tun, wozu wir alle fähig sind: zum Kampf um die Freiheit. Denn die Freiheit ist keine Parole, Freiheit ist die Distanz zwischen Gewinnen und Verlieren, zwischen Utopie und Realität, die Distanz zwischen dem Gewohnten und dem, was neu erschaffen werden kann. Eine kurze Distanz, die alle Grenzen in Frage stellt. Und wir schreiten jeden Tag voran, um diese Distanz zu überwinden.
In erster Linie sind wir Menschen, dann Bürger_innen.

Unsere Forderungen:

Stopp der Abschiebungen
Abschaffung der Residenzpflicht
Abschaffung der Flüchtlingslager

Die streikenden Flüchtlinge des Protestmarsches

VEGAN-Brunch in der Libelle!

Mit Ska, Hip Hop, Hardcore und Punkrock gegen Nazis und für eine alternative Jugendkultur!

No dancing with Nazis

Für den 15. September plant die Initiative “NoDancingWithNazis!” ein Konzert unter gleichnamigem Motto auf dem Delitzscher Roßplatz. Damit soll in Delitzsch ein klares antifaschistisches Signal gesetzt und ein Raum für alle die geboten werden, die keinen Bock auf Nazis haben.

Anlass des Konzerts ist der brutale Angriff von Neonazis auf Gäste eines Ska-Konzerts im Jugendhaus YOZ am 18. März 2012. Unter den Betroffenen befand sich ein Prager DJ sowie der Konzertveranstalter, der schon häufiger Ziel von Angriffen war. Der Prager Musiker wurde durch eine Glasflasche bzw. einen Schlagring so schwer am Auge verletzt, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und auf dem Auge wohl nie wieder richtig sehen kann.

Der Angriff im März zeigte deutlich, dass alternative Menschen in Delitzsch gefährlich leben. Organisierte Neonazis und ihre Unterstützer/innen haben ihre Strukturen in der Stadt und im Landkreis Nordsachsen derart ausgebaut und gefestigt, dass scheinbar problemlos Angriffe erfolgen können, ohne dass staatliche Instanzen oder die Stadt dem etwas entgegensetzen.

Die Reaktionen der offiziellen Lokalpolitik auf den Übergriff ließen mehr als zu wünschen übrig. Dem Konzertveranstalter wurden mehr oder weniger subtil Vorwürfe gemacht, dass er mit seinem Statements “No Skanking with Nazis” diese erst herausfordern würde. Folge dessen war die Androhung, in städtisch geförderten Häusern keine Veranstaltungen mehr machen zu können, solang Nazis dort sichtbar ausgeschlossen werden.

Aus unserer Sicht braucht es aber eben diese Angebote, die sich als nicht-rechts/ antifaschistisch verstehen, damit die Nazis in Delitzsch nachhaltig zurückgedrängt werden können.

Deswegen haben wir, Menschen aus Delitzsch und Umgebung, uns entschlossen, mit dem Konzert am 15.9.2012 ein Angebot alternativer Jugendkultur zu schaffen und damit die kontinuierliche Arbeit für eine demokratische Kultur in Delitzsch zu unterstützen.

Am 15. September werden auf einer großen Bühne unter anderem “Die Tornados” spielen, deren Konzert am 18. März Anlass für den Naziangriff war. Außerdem spielt die Band des schwer verletzten Musikers, “Pilsner Oiquell”, und die Delitzscher Coverband “Rammelstein”. Insgesamt sechs Bands unterschiedlicher Musikrichtungen werden auf dem Roßplatz ein klares Signal gegen Nazis setzen und sich solidarisch mit den Betroffenen zeigen. Neben dem Konzert werden verschiedene Vereine und Initiativen Workshops durchführen und an Ständen über ihre Arbeit informieren.

Wir wollen die Zustände, wie sie in vielen Regionen in Sachsen vorzufinden sind, nicht mehr dulden. Delitzsch darf keine “No Go Area” für nicht-rechte Menschen sein.

Kommt am 15.9.2012 zahlreich nach Delitzsch und unterstützt die Bemühungen der Initiativen vor Ort!

Weitere Informationen sowie das Konzertprogramm erhalten Sie ständig aktualisiert unter: http://nodancingwithnazis.noblogs.org