Kinderbetreuung geht uns alle an!

Mangelhafte Beutreuungsqualität aufgrund schlechter Bezahlung, unzureichender Fortbildungsmaßnahmen und 13 Kinder auf ein_e Erzieher_in. Diese und weitere Probleme waren der Anlass, weshalb sich in Leipzig eine Kita-Initiative gegründet hat.
Wir, die Anarchosyndikalistische Jugend, unterstützen die Forderungen der Leipziger Eltern und begrüßen ihr Engagement sich parteiunabhängig zu organisieren.

Wie kommt es jedoch, dass die Parteien diese Veranstaltung und den berechtigten Protest im allgemeinen für sich vereinnahmen?
Die nahe liegende Vermutung könnte sein: Es sind bald wieder Bundestagswahlen und es bietet sich hier eine gute Möglichkeit sich in ein gutes Licht zu stellen. An der Lösung der Probleme scheinen sie offensichtlich ja nicht interessiert zu sein.
Oder wo sind die Fortbildungsmaßnahmen? Wo sind die versprochenen Kita-Plätze? Wo sind die dringend benötigten Betreuer_innen?

Wenn man ehrlich ist: Wer sollte auch Erzieher_in werden wollen? Die Arbeitsbedingungen sind häufig schlecht, die Vergütung für diese wichtige Arbeit niedrig und selbst die Ausbildung kostet Geld. Viele unserer Mitglieder machen Ausbildungen im sozialen und medizinischen Sektor. Ihre sogenannten Praktika gleichen häufig eher Festanstellungen da sie, unzulässigerweise, fest in den Arbeitsplan eingeteilt sind. Während ein_e Auszubildende_r im Bankbereich also ca. 600 € bei der Arbeit verdient, muss ein_e Auszubildende_r im sozialen Bereich noch ca. 60 € zahlen, damit er_sie arbeiten gehen darf.

Deshalb: Gegen die Vereinnahmung von Bürgerinitiativen durch Parteien und für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Arbeiter_innen im sozialen Bereich!

Zur Kita-Initiative!
Flyer!