Archiv der Kategorie 'Termine'

The Antifascists – Filmvorführung

Eine Schwedisch/Griechische Doku beleuchtet die antifaschistische Szene. Wir zeigen den Film im Pöge-Haus (Hedwigstraße 20, Leipzig) an zwei Terminen.

am 7. Juni (Mittwoch) und 9. Juni (Freitag) jeweils 20.30Uhr

3€ Spendenempfehlung

Den Trailer findet ihr hier

Theorie AG wieder regelmäßig!

Zwei mal im Monat trifft sich unsere Theorie-AG, um noch viel klüger zu werden. Wer Interesse an unseren Treffen hat, schreibt einfach an asjl-theorie@lists.riseup.net. Oder ihr kommt direkt vorbei! Das nächste Treffen findet diesen Donnerstag, den 14. April ab 18 Uhr im Kulturcafé (Eisenbahnstraße 107) statt!

Montag 11. April: Anarchismus in Chile (Bericht von Leuten von Ort)

Obgleich der Anarchismus – und seine Vielfalt – heute als jugendliches und ein wenig exotisches Phänomen im Kontext der traditionellen und
jahrzehntelang vom Marxismus dominierten Linken erscheinen mag, verfügt er über eine reichhaltige Geschichte in den sozialen Bewegungen in
Chile. Sie geht auch die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts zurück und reicht bis zur heutigen zeit. Im Vortrag möchten wir versuchen,
diesen geschichtlichen Werdegang zusammenzutragen und seine Strömungen und Problematiken in der Gegenwart darzustellen.

Je nach Wunsch kann es einen stärkeren Fokus auf den Anarchismus und die (ökologischen) Landkämpfe und feministische Themen geben, einschließlich
einer geschichtlichen Darstellung, einem Fokus auf indigene Frauen und aus dem ruralen Raum sowie auf aktuelle feministische Bewegungen.

Die Webseite zur Infotour findet ihr hier

Freitag, 4. März Veranstaltung: Mieten runter – Löhne und Gehälter rauf! – oder was Zwangsräumungen mit dem Niedriglohnsektor zu tun haben

Die futures unwritten laden am 4. März zu einer spannenden Diskussion ein:

„Die Arbeitskämpfe in den letzten Monaten bei der Bahn oder bei Amazon haben deutlich gemacht, dass Streiks durchaus nicht der Vergangenheit angehören. In der letzten Zeit wurden sogar Arbeitskämpfe in Sektoren bekannt, die gemeinhin als schwer oder nicht organisierbar galten. So gab es in Berlin einen erfolgreichen Arbeitskampf in einem Spätkauf, Gefangene gründen eine Gewerkschaft und Geflüchtete kämpfen für das Recht auf Gewerkschaftsmitgliedschaft.

Eine Folge des wachsenden Niedriglohnsektors bei gleichzeitig steigenden Mieten in der BRD sind Mietschulden, die oftmals mit Kündigungen und Zwangsräumungen enden. Zunehmend wehren sich Mieter_innen gegen ihre drohende Vertreibung.

Gemeinsam wollen wir uns dann die Frage stellen, wie die Kämpfe am Arbeitsplatz mit diesen Selbstorganisationsversuchen von Mieter_innen verbunden werden können. Schließlich beginnen sowohl am Arbeitsplatz als auch im Wohnumfeld Menschen ihre Angst zu verlieren, lernen ihre Kolleg_innen und Nachbar_innen können und beginnen sich in ihrem Alltag zu wehren.

Dazu haben wir zwei Referenten eingeladen. Der Journalist Peter Nowak wird einige Facetten der neuen Streiks und Arbeitskämpfe vorstellen. Er hat in der Edition Assemblage das Buch „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht“ herausgegeben.
Matthias Coers, Regisseur des Films „Mietrebellen“ wird anhand von Videos aktuelle Mieter_innenkämpfe vorstellen.“

Am Freitag, den 4. März 2016, um 19.00 Uhr im Stadtteilladen Zweieck (Zweinaundorferstr. 22, Leipzig).

6. Februar 2016: Grenzenlose Solidarität – Aktionstag gegen die Festung Europa!

weitere Infos auf: https://actionday.noblogs.org/call/german

Der Aufruf:

Am 6. Februar werden sich rechte Populist*innen, neofaschistische Bewegungen und Parteien an verschiedenen Orten Europas versammeln, um für ihre reaktionären Ideen von überlegenen “Völkern” und “Nationen” zu verbreiten. Wir werden dies nicht einfach hinnehmen! Wir rufen dazu auf, ihnen entschlossen entgegenzutreten und politische Solidarität zu zeigen! An diesem Tag rufen wir zu einem europaweiten Aktionstag gegen die Festung Europa auf!

An vielen Orten in der Welt werden die Zustände unerträglicher, denn der Kapitalismus reißt eine immer größere Kluft zwischen Arm und Reich. Die neoliberalen sog. Strukturanpassungsmaßnahmen der 70er und 80er Jahre zwangen viele Gegenden des globalen Südens hohe Schulden auf und führten zu bitterer Armut. Nach dem Zeitalter des historischen Kolonialismus erzeugten diese Veränderungen erneut eine Abhängigkeit von der sog. westlichen Welt. Auch heute führt diese Politk zu Ausbeutung, Armut und der Zerstörung von Lebensgrundlagen. Der Neokolonialismus nimmt dabei verschiedenste Formen an: Land Grabbing (Landraub), sog. Rohstoff- und Biopiraterie Piraterie von natürlichen Resourcen (Biopiraterie) und Rohstoffen, Waffenexporte und Freihandelsabkommen, Kriege unter der Maske der “humanitären Intervention” oder Unterstützung von Diktator*innen und autoritären Regimen. Der Tod vieler Menschen, nicht nur an den Grenzen Europas, sondern auch in ihren Herkunftsländern ist eine Konsequenz dieser Politik. Die Europäische Union spielt hier eine Hauptrolle. Die offizielle Politik zur Lösung der Krise des Kapitalismus, wie bspw. die deutsch-europäischen Sparmaßnahmen haben autoritäre und rassistische Krisenreaktionen auf der ganzen Welt verstärkt. Die Abstiegsängste der Menschen transformieren sich zusehends in puren Hass gegen “die anderen mit denen ich teilen muss” und führen zur Flucht in konservative Konstrukte wie Nation, Rasse und altbekannte Vorstellungen von Geschlechterrollen.

Auf der anderen Seite werden die europäischen Außengrenzen im zunehmenden Maße militarisiert. Menschen werden nach ihrer Nationalität selektiert, Abschiebezentren erweitert bzw. neu errichtet. Um das unmenschliche System der Abschottung effektiver zu gestalten, kooperiert die EU mit Staaten wie der Türkei, die in ihrem eigenen Land Krieg gegen Kurd*innen führt und den “Islamischen Staat” (Daesh) unterstützt.

Rassistische Bewegungen und Parteien wie PEGIDA, UKIP (UK Independence Party), BPI (Block Against Islam), Goldene Morgenröte, Front National und viele weitere als auch die europäische Migrationspolitk und Frontex sind verschiedene Seiten der gleichen Medallie. Wenn das Elend der Flüchtenden ein Ende haben soll, braucht es überall politischen Druck, damit sich die Grenzen für alle öffnen und legale und sichere Fluchtwege möglich werden. Konkret bedeutet das: Protest, direkte Aktionen und zivilen Ungehorsam zu organisieren, Orte der gelebten Solidarität zu schaffen und gemeinsame Ausdrucksformen zu finden.

Wir werden die Chance nutzen um am 06. Februar all diese Punkte auf die Agenda zu setzen. Wenn die rechten und reaktionären Bewegungen versuchen, ihre Politik auf die Straße zu tragen, werden wir ihnen entschlossen entgegentreten. Wir müssen die Verbindung zwischen der restriktiven und autoritären Migrations- und Austeritätspolitik Europas und den Rassismus der sog. Mitte aufzeigen, und wie diese mit Kapitalismus und dem Patriarchat in Verbindung stehen. Globale Herrschafts- und Unterdrückungsformen sind ein Angriff auf uns alle und deshalb müssen wir auch gemeinsam handeln.

Es ist notwendig, sich global gegen die europäische Politik der Ausgrenzung zu organisieren, um den Rechten den Boden zu entziehen. Statt auf den souveränen Nationalstaaten zu vertrauen, müssen wir unsere Solidarität über Grenzen hinweg erklären, voneinander lernen und für gemeinsame, unabhängige und offene Räume kämpfen. Die Schaffung widerständiger, selbstbestimmter Netzwerke schafft auch eine Perspektive für die Befreiung aller Menschen.

Wir werden alles dafür tun, um unser Leben selbstbestimmt, solidarisch und sozial gleichberechtigt führen zu können: jenseits von Nation, Kapital und Patriarchat. Gemeisam gehen wir auf die Straße! Wir rufen zu zivilem Ungehorsam und Aktionen für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle auf! Diese Forderungen müssen politisch erkämpft werden! Wir wehren uns gegen Fremdbestimmung, Regiertwerden und Bevormundung, gegen die rassistisch reaktionären Krisenlösungen der europäischen Politik und rechtspopulistischer Bewegungen!

Solidarität muss politisch werden!
Festung Europa angreifen!

Info- und Soliveranstaltung mit VeKü und Konzert

Ein runder Abend erwartet Euch am 30. April im Erythrosin. Ab 19:30 gibt es gutes Essen, ab 22 Uhr kräftigen Punk von friendcrush (Berlin) und analog ruins (Bremen). Zwischendurch gibt es eine kurze Vorstellung des Anarchist Black Cross Belarus (einer Organisation zur Unterstützung politischer, v.a. anarchistischer Gefangener aus Weißrussland) und einige Infos über die politische Lage der radikalen Linken in Weißrussland. Der Eintritt ist wie immer gegen Spende, ein Teil der Einnahmen kommt dem ABC zugute.

zu den Bands:
friendcrush
analog ruins

„Sexismus am Arbeitsplatz – Sexismus in der eigenen Organisation“

Vortrag und Gespräch von und mit der Anarchosyndikalistischen Jugend
Leipzig am Di, 03.3.2015, 19 Uhr

Wie in vielen Bereichen der Gesellschaft, so sind wir auch in der Arbeitswelt von einer Gleichberechtigung von Mann* und Frau* weit entfernt! Wir wollen im ersten Teil unserer Veranstaltung mit Lohndiskriminierung und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zwei der vielen Baustellen in der Arbeitswelt thematisieren und nach einer kurzen Einführung Lösungsansätze aufzeigen und mit euch diskutieren. In dem zweiten Teil möchten wir mit euch ins Gespräch kommen darüber, welche Erfahrungen ihr mit Sexismus, nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in eurer eigenen Organisation oder Gruppe gemacht habt. Denn obwohl wir uns für den Kampf gegen Sexismus mit anderen Menschen zusammenzuschließen müssen, ist eine solche Gruppe nicht automatisch ein Raum frei von Sexismus.

Di, 03.3.2015, 19 Uhr

Frauenkultur (Windscheidstr. 51)

Sin Patron – arbeiten ohne Chef

Veranstaltung am Freitag, 5. September
Argentiniens instandbesetzte Betriebe in Belegschaftskontrolle

Als Argentiniens Wirtschaft 2001 zusammenbrach, kam es zwar nur beinahe zur Revolution, aber Tausende Werktätige lernten, Betriebe unter eigener Kontrolle weiterzuführen. Heute gibt es mehrere hundert solcher Betriebe in Argentinien, zum Teil von der Regierung kooptiert, zum anderen Teil aber weiterhin im Aufstand – wie die Keramikfabrik FaSinPat (Zanón), in der nach wie vor alle den gleichen Lohn bekommen und alle die gleiche Stimme in der Vollversammlung haben, der höchsten Autorität im Werk.

Im Buch, im Original herausgegeben von einem Verlagskollektiv aus Buenos Aires, gibt es die Geschichten von 10 derartigen Instandbesetzungen, die in Argentinien „recuperación“ heißen: Wiederinbetriebnahme, aber auch Genesung. Von Aneignung ist meist gar nicht die Rede – die Betriebe gehören sowieso dem Volk. Und konsequenterweise versorgen viele fábricas recuperadas ihre Nachbarschaft mit speziellen öffentlichen Diensten wie Volksschulen und Benefizveranstaltungen.

Vorgestellt wird das Buch von Daniel Kulla, der es übersetzt, aktualisiert und mit Praxisanregungen angereichert hat.

Veranstaltungsort: Libelle, Kollonadenstr. 19
20 Uhr

Lohnspiegelveröffentlichung

Veranstaltung am Mittwoch, 27.August: Lohnspiegel Veröffentlichung – Wie ist die Arbeit in der Leipziger Gastro?

Am Mittwoch, den 27. August 2014 veröffentlichen wir in der Libelle (Kolonnadenstraße 19, 20 Uhr) unseren Lohnspiegel, der eine Übersicht über die Bezahlung und Arbeitsbedingungen in der Leipziger Gastronomie bietet. Dafür haben wir Anfang diesen Jahres Beschäftigte in beliebig ausgewählten Betrieben befragt.

Das Ergebnis für die boomende Stadt Leipzig ist ernüchternd: In den meisten der 16 Betriebe gehören Niedriglöhne von durchschnittlich 5,80€ und Rechtsverstöße zum Arbeitsalltag. So wird zum Beispiel auf die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bei Geringverdienenden fast überall verzichtet. Über diese und weitere Ergebnisse möchten wir an diesem Abend mit Euch sprechen. Teilt uns auch gern mit, was Eure Erfahrungen sind!

Der Lohnspiegel soll Menschen auf der Suche nach Arbeit über die Betriebspraxis in Leipziger Betrieben informieren und sie auf ihrer Arbeitssuche unterstützen. Zudem bietet er auch Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, sich über Restaurants und Bars zu informieren und den nächsten Kneipenabend bewusster zu planen. Nicht zuletzt kann dieses Bewusstsein der Gäste einen Anreiz für faire Bezahlung und angenehme Arbeitsbedingungen darstellen.

Die Veröffentlichung des Lohnspiegels findet am 27. August 2014 um 20 Uhr in der Libelle, Kolonnadenstraße 19, statt.

Lohnspiegeloffenklein

Crypto Party

Habt ihr keinen Bock darauf, dass Geheimdienste ohne großen Aufwand eure Emails, Chats und Internetverkehr mitlesen können? Wollt ihr die einzigen sein, die Zugriff auf die Daten eurer Festplatten haben?
Dann gibt es nur eine Möglichkeit: Verschlüsseln!

Programme, mit denen man relativ einfach anonym surfen oder zum Beispiel Emails verschlüsseln kann, sind einfach zu bedienen, kostenlos und sicher.

Wir wollen euch in entspannter Atmosphäre am Mitwoch den 20.08. um 18 Uhr zeigen, wie ihr das könnt. Also Packt euren Laptop und einen USB Stick (2gb oder mehr) ein und kommt in die Libelle!

-Email Verschlüsselung (PGP)
-Festplatten und Datei Verschlüsselung (TrueCrypt)
-Anonymes Surfen (Tor)
-Verschlüsselte Chats (Jabber/OTR)

Laptop und USB Stick mitbringen

Für Windows und Linux