Archiv der Kategorie 'Termine'

Polizeigesetz stoppen

Demo0804

Am 08.04 findet in Dresden wieder eine Demo gegen das geplante Polizeigesetz statt. Startpunkt ist um 18 Uhr am Albertplatz. Aus Leipzig wird es eine gemeinsame Zuganreise von Gleis 21 um 15:45 Uhr geben.

Solikonzert in der Vitaminbar12 am 15.03

konzertb12

15.03 internationaler Tag gegen Polizeigewalt

abcdd

Am 15.03 ist der internationale Tag gegen Polizeigewalt. In Leipzig findet an dem Tag ein Solikonzert der Kampagne world without police in der Vitaminbar 12 statt. ABC Dresden hat zu dem Tag einen Text veröffentlich, den wir euch nicht vorenthalten möchten:

„Seit 1997 rufen Gruppen international zu Aktionen zum Tag gegen Polizeigewalt auf (15. März). Und jährlich kommt das Problem wieder und wieder. Um auf das Thema zu fokussieren und mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken, rufen wir ebenfalls dieses Jahr zu Aktionen auf.

Der internationale Tag gegen Polizeibrutalität wurde 1997 auf Initiative der C.O.B.P. (Montréal/Kanada) und der anarchistischen Gruppe „Black Flag“ (Schweiz) initiiert. Das Datum erinnert an den brutalen Übergriff der Schweizer Polizei am 15. März 1996 auf zwei Kinder im Alter von 11 und 12 Jahren. Seitdem gehen am 15. März jährlich weltweit Menschen auf die Straße, um der Toten zu gedenken und sich gegen Polizeigewalt zu wehren.

In Deutschland ist dieses Tag bisher nicht so bekannt unter politischen Aktivistinnen. Trotzdem ruft seit 2015 die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt in Berlin zu Aktionen gegen rassistische Polizistinnen und Polizeigewalt auf. Neben typischer Gewalt, die Menschen auf Demonstrationen von Bullen erleben – vor allem bei Anarchistinnen und Antifaschistinnen bekannt, sind viele Menschen Ziel von Polizeigewalt in ihrem täglichen Leben wegen ihrer Hautfarbe, Lifestyle, ökonomischen oder sozialen Hintergrund. Polizeiübergriffe finden heute einfach vor allem gegen Arme Menschen statt und nur selten gegen Reiche und Einflussreiche.

Weltweit wird der Tag auch dazu genutzt, sich mit marginalisierten Gruppen, die potentielle Opfer von Polizeigewalt sind, zu vernetzen. Bitte unterstützt den Kampf gegen Polizeigewalt! Mit unterschiedlich Aktionen, wie einfach Sticker zu kleben, zu plakatieren oder Graffitis zu malen bis hin zu Demos und offene Veranstaltungen. Wir denken, dass diese Probleme die Aufmerksamkeit nicht nur von Anarchistinnen und Antifaschistinnen sondern auch der Allgemeinen Bevölkerung verdient.

Also geht auf die Straße und fangt an gegen Polizeigewalt zu kämpfen. Und wenn du denkst, dass das Problem größer als 1 Tag pro Jahr ist – organisiert euch in euren Gruppen, nutzt Taktiken um die Polizei zu kontrollieren (ein bekanntes Beispiel ist Copwatch Projekte) und gewinnt den Raum von den Cops zurück, der zur Gesellschaft und nicht dem Staat gehört!

Zu viel Bullen, zu wenig Gerechtigkeit! Für eine Gesellschaft ohne Staat!“

Beitrag von ABC Dresden

Frauen*streik in Leipzig

frauenstreik

Am 08.03.2019 um 12 Uhr findet im Rahmen des bundesweiten Frauen*streiks eine Kundgebung auf dem Richard-Wagner Platz statt. Wir sehen uns dort!

Hier der Aufruf des Frauen*streik-Bündnisses:

WIR STREIKEN!

Wir arbeiten in Teilzeit, gehen in Elternzeit, verzichten auf den lukrativeren Job, bemühen uns um ein hübsches Aussehen, versuchen immer freundlich zu sein und stellen unsere eigenen Bedürfnisse zurück, um den Ansprüchen an uns gerecht zu werden, gute Ehefrauen* und Mütter* zu sein. Die unangemessenen Sprüche des Chefs lächeln wir einfach weg – denn der Job ist uns wichtig. Auch, dass wir beim Meeting den männlichen Kollegen Kaffee einschenken, nehmen wir so hin – es ist halt so. Dass wir beim Einstellungsgespräch nach unserem Kinderwunsch befragt werden, ist schon okay – der Chef muss schließlich auch planen. Wir sagen unseren Töchtern*, dass sie abends nicht alleine nach Hause laufen und zur Disko bitte nicht den kurzen Rock anziehen sollen – schließlich wissen wir alle, was passieren kann.

Auf dem Arbeitsmarkt und mit dem Geld sieht es kaum besser aus. Es scheint, als stünden uns alle Türen offen und wir müssten unsere Chancen nur ergreifen.
Aber wer arbeitet traditionell zum Großteil im Dienstleistungssektor, welcher genauso traditionell schlechter vergütet ist? Die schlechte Bezahlung von all den Berufen, in welchen man sich beispielsweise um andere Menschen kümmert, ist kein Zufall. Aus Zuwendung, Pflege und Erziehung lässt sich nun mal kein Profit schlagen und Frauen* haben das doch schon immer gemacht. Warum also plötzlich guten Lohn dafür bekommen?
Wer verzichtet auf den Traumjob weil ja noch die Familienplanung ansteht?
Wer schiebt nach der Schicht Zuhause gleich die nächste Schicht, damit das Essen auf dem Tisch steht, der Kindergeburtstag geplant ist, die Schnitten für den nächsten Tag geschmiert sind und der Haushalt erledigt ist? Wer überlegt sich dreimal, ob sie mit der kurzen Hose oder dem vielleicht zu tiefen Ausschnitt auf die Straße kann? Und es sind Frauen*, von denen erwartet wird, immer mitzudenken – an die Kinder, den Terminkalender des Ehemanns, die Planung der nächsten Familienfeier. Aber das macht sie doch alles gerne?

WIR SAGEN: ES REICHT!

Das alles ist kein Zufall, das alles muss nicht so sein!
Frauen* werden von klein auf dazu erzogen freundlich, passiv, zurückhaltend und fürsorglich zu sein, die Dominanz der Männer wird hingegen als naturgegeben betrachtet. Doch dass das alles unhinterfragt bleibt und mit einem Lächeln nach dem Motto „du weißt doch wie sie sind“ hingenommen wird, hat fatale Folgen. Fast jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau* von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet – alles nur Familiendramen? Dass es sich hierbei um Frauenmorde handelt, hinter denen mehr steckt, als nur eine persönliche Auseinandersetzung, wird ignoriert. Gewalt gegen Frauen* wird unsichtbar gemacht und nach jedem Versuch eines Aufschreis folgt prompt der Shitstorm. Frauen* werden ermordet, weil sie Frauen* sind und kein Gesetz kann davor schützen! Dass vor allem alleinerziehende Mütter von Altersarmut betroffen sind – nur ein blöder Zufall? Dass genau die Berufe schlecht bezahlt werden, in welchen zum großen Teil Frauen* beschäftigt sind – hat doch damit nichts zu tun? Jede dritte Frau in Deutschland ist von sexualisierter Gewalt betroffen und es heißt noch immer, man solle sich eben nicht so provokant kleiden. Dass vor allem konservative Männer sich gegen das Recht auf Abtreibung und damit das Selbstbestimmungsrecht der Frau* wehren – was soll man dazu noch sagen?

Bei all der medialen und öffentlichen Darstellung einer gleichberechtigten Gesellschaft ALLER Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht oder der sexuellen Orientierung, ist das, was sich tatsächlich abspielt, eine andere Realität. Die Stimmen nach dem traditionellen Familienbild werden wieder lauter, die Behauptung, Männer und Frauen hätten natürliche Rollen und Aufgaben, trifft auf immer mehr Akzeptanz und die Gewalt gegen Homosexuelle, Transgender und Inter-Menschen ist dementsprechend nach wie vor hoch, weil sie nicht in das Bild der heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit (Mann/Frau) passen.

Doch immer mehr Frauen*, Inter*, Trans* und nicht binäre Personen werden laut und setzen sich zur Wehr. Es gibt weltweite Bewegungen, wie #metoo und #wontbeerased in den USA und weltweit, Ni una menos in Lateinamerika, #aufschrei in Deutschland, #aintnocinderella in Indien, die Mädchen der Straße der Revolution im Iran, #thisisnotconsent in Irland und der Kampf der Kurdinnen. Frauen*streiks formierten sich u.a. die letzten Jahre in Argentinien, Spanien, Island, Polen, Irland und Großbritannien.

Denn wir wissen:

Wir sind der Motor des gesellschaftlichen Zusammenlebens und wenn wir unsere Arbeit, die wir tagtäglich leisten, niederlegen, dann steht die Welt still.

WENN WIR WOLLEN, STEHT DIE WELT STILL!

Streiks kennen wir in Deutschland eigentlich von Betrieben und Gewerkschaften, meistens geht es um Tarife. Wir jedoch richten uns nicht nur an die Arbeitergeber*innen, sondern an die Politik, Wirtschaft und jede einzelne Person. Um unsere Lohnarbeit zu bestreiken, brauchen wir für unsere eigene Absicherung die Gewerkschaften hinter uns. Also haltet euch auf dem Laufenden und lest unsere rechtlichen Aspekte. Doch egal ob mit oder ohne Gewerkschaften – Unsere Arbeit hört nicht bei der Lohnarbeit auf. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten diesen Tag gemeinsam zu bestreiken. Besetzen wir die öffentliche Plätze, entspannen den ganzen Tag auf einem Liegestuhl, tragen die Symboliken des Streiks, kochen keinen Kaffee für die Chefs, rufen zu Frauen*betriebsversammlungen und Schülerinnen/Studentinnen*versammlungen ein, schmieren keine Schnitten für die Familie und und und. Die Aktionsformen können so unterschiedlich sein wie wir Frauen*.
Schon 1994 machten es uns über eine Millionen Frauen* in Deutschland vor und bestreikten den 08. März. Wir sind davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, gemeinsam ein Zeichen zu setzen und lautstark auf unsere Forderungen aufmerksam zu machen!

WENN WIR STREIKEN, STEHT DIE WELT STILL!

Verschaffen wir uns Gehör, indem wir zeigen, dass es nicht ohne uns funktioniert!
Wir werden am 08. März 2019 gemeinsam zum bundesweiten Frauen*streik auf die Straßen gehen. Und möchten dich dafür begeistern, dabei zu sein, mitzumachen, aufzustehen, laut zu sein. Es betrifft uns alle! Es geht um unsere Enkelkinder, Töchter*, Mütter*, Großmütter*, Schwestern*, Freundinnen*, Kolleginnen* und um uns selbst.

WAS WIR WOLLEN?

Wir wollen, dass Frauen* ihre Wut, ihre Forderungen selbstbewusst aussprechen. Gemeinsam, wütend, laut.
Wir wollen, dass Frauen* zusammenhalten und füreinander einstehen.
Wir wollen die Bilder in den Köpfen verändern. Darüber, wie Frau* zu sein und was sie zu machen hat.
Wir wollen mehr als ein Stück vom Kuchen, wir wollen selbst bestimmen.

WAS WILLST DU?

Sprecht darüber was euch bewegt; diskutiert, was ihr verändern wollt; tauscht euch aus, wie ihr euch euer Leben vorstellt; organisiert euch, plant Aktionen, kommt zu Aktionen, seid kreativ, sichtbar und laut!
Organisiert euch in euren Betrieben, Unis, Schulen, Freundinnen*kreisen, Gruppen und überall, wo ihr zusammenkommt. Beteiligt euch am bundesweiten Frauen*streik mit euren Themen!

OHNE DICH LÄUFT NICHTS!
LASST UNS STREIKEN – FÜR EIN SELBSTBESTIMMTES LEBEN!

Für mehr Infos: Frauen*streik Leipzig

The Antifascists – Filmvorführung

Eine Schwedisch/Griechische Doku beleuchtet die antifaschistische Szene. Wir zeigen den Film im Pöge-Haus (Hedwigstraße 20, Leipzig) an zwei Terminen.

am 7. Juni (Mittwoch) und 9. Juni (Freitag) jeweils 20.30Uhr

3€ Spendenempfehlung

Den Trailer findet ihr hier

Theorie AG wieder regelmäßig!

Zwei mal im Monat trifft sich unsere Theorie-AG, um noch viel klüger zu werden. Wer Interesse an unseren Treffen hat, schreibt einfach an asjl-theorie@lists.riseup.net. Oder ihr kommt direkt vorbei! Das nächste Treffen findet diesen Donnerstag, den 14. April ab 18 Uhr im Kulturcafé (Eisenbahnstraße 107) statt!

Montag 11. April: Anarchismus in Chile (Bericht von Leuten von Ort)

Obgleich der Anarchismus – und seine Vielfalt – heute als jugendliches und ein wenig exotisches Phänomen im Kontext der traditionellen und
jahrzehntelang vom Marxismus dominierten Linken erscheinen mag, verfügt er über eine reichhaltige Geschichte in den sozialen Bewegungen in
Chile. Sie geht auch die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts zurück und reicht bis zur heutigen zeit. Im Vortrag möchten wir versuchen,
diesen geschichtlichen Werdegang zusammenzutragen und seine Strömungen und Problematiken in der Gegenwart darzustellen.

Je nach Wunsch kann es einen stärkeren Fokus auf den Anarchismus und die (ökologischen) Landkämpfe und feministische Themen geben, einschließlich
einer geschichtlichen Darstellung, einem Fokus auf indigene Frauen und aus dem ruralen Raum sowie auf aktuelle feministische Bewegungen.

Die Webseite zur Infotour findet ihr hier

Freitag, 4. März Veranstaltung: Mieten runter – Löhne und Gehälter rauf! – oder was Zwangsräumungen mit dem Niedriglohnsektor zu tun haben

Die futures unwritten laden am 4. März zu einer spannenden Diskussion ein:

„Die Arbeitskämpfe in den letzten Monaten bei der Bahn oder bei Amazon haben deutlich gemacht, dass Streiks durchaus nicht der Vergangenheit angehören. In der letzten Zeit wurden sogar Arbeitskämpfe in Sektoren bekannt, die gemeinhin als schwer oder nicht organisierbar galten. So gab es in Berlin einen erfolgreichen Arbeitskampf in einem Spätkauf, Gefangene gründen eine Gewerkschaft und Geflüchtete kämpfen für das Recht auf Gewerkschaftsmitgliedschaft.

Eine Folge des wachsenden Niedriglohnsektors bei gleichzeitig steigenden Mieten in der BRD sind Mietschulden, die oftmals mit Kündigungen und Zwangsräumungen enden. Zunehmend wehren sich Mieter_innen gegen ihre drohende Vertreibung.

Gemeinsam wollen wir uns dann die Frage stellen, wie die Kämpfe am Arbeitsplatz mit diesen Selbstorganisationsversuchen von Mieter_innen verbunden werden können. Schließlich beginnen sowohl am Arbeitsplatz als auch im Wohnumfeld Menschen ihre Angst zu verlieren, lernen ihre Kolleg_innen und Nachbar_innen können und beginnen sich in ihrem Alltag zu wehren.

Dazu haben wir zwei Referenten eingeladen. Der Journalist Peter Nowak wird einige Facetten der neuen Streiks und Arbeitskämpfe vorstellen. Er hat in der Edition Assemblage das Buch „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht“ herausgegeben.
Matthias Coers, Regisseur des Films „Mietrebellen“ wird anhand von Videos aktuelle Mieter_innenkämpfe vorstellen.“

Am Freitag, den 4. März 2016, um 19.00 Uhr im Stadtteilladen Zweieck (Zweinaundorferstr. 22, Leipzig).

6. Februar 2016: Grenzenlose Solidarität – Aktionstag gegen die Festung Europa!

weitere Infos auf: https://actionday.noblogs.org/call/german

Der Aufruf:

Am 6. Februar werden sich rechte Populist*innen, neofaschistische Bewegungen und Parteien an verschiedenen Orten Europas versammeln, um für ihre reaktionären Ideen von überlegenen “Völkern” und “Nationen” zu verbreiten. Wir werden dies nicht einfach hinnehmen! Wir rufen dazu auf, ihnen entschlossen entgegenzutreten und politische Solidarität zu zeigen! An diesem Tag rufen wir zu einem europaweiten Aktionstag gegen die Festung Europa auf!

An vielen Orten in der Welt werden die Zustände unerträglicher, denn der Kapitalismus reißt eine immer größere Kluft zwischen Arm und Reich. Die neoliberalen sog. Strukturanpassungsmaßnahmen der 70er und 80er Jahre zwangen viele Gegenden des globalen Südens hohe Schulden auf und führten zu bitterer Armut. Nach dem Zeitalter des historischen Kolonialismus erzeugten diese Veränderungen erneut eine Abhängigkeit von der sog. westlichen Welt. Auch heute führt diese Politk zu Ausbeutung, Armut und der Zerstörung von Lebensgrundlagen. Der Neokolonialismus nimmt dabei verschiedenste Formen an: Land Grabbing (Landraub), sog. Rohstoff- und Biopiraterie Piraterie von natürlichen Resourcen (Biopiraterie) und Rohstoffen, Waffenexporte und Freihandelsabkommen, Kriege unter der Maske der “humanitären Intervention” oder Unterstützung von Diktator*innen und autoritären Regimen. Der Tod vieler Menschen, nicht nur an den Grenzen Europas, sondern auch in ihren Herkunftsländern ist eine Konsequenz dieser Politik. Die Europäische Union spielt hier eine Hauptrolle. Die offizielle Politik zur Lösung der Krise des Kapitalismus, wie bspw. die deutsch-europäischen Sparmaßnahmen haben autoritäre und rassistische Krisenreaktionen auf der ganzen Welt verstärkt. Die Abstiegsängste der Menschen transformieren sich zusehends in puren Hass gegen “die anderen mit denen ich teilen muss” und führen zur Flucht in konservative Konstrukte wie Nation, Rasse und altbekannte Vorstellungen von Geschlechterrollen.

Auf der anderen Seite werden die europäischen Außengrenzen im zunehmenden Maße militarisiert. Menschen werden nach ihrer Nationalität selektiert, Abschiebezentren erweitert bzw. neu errichtet. Um das unmenschliche System der Abschottung effektiver zu gestalten, kooperiert die EU mit Staaten wie der Türkei, die in ihrem eigenen Land Krieg gegen Kurd*innen führt und den “Islamischen Staat” (Daesh) unterstützt.

Rassistische Bewegungen und Parteien wie PEGIDA, UKIP (UK Independence Party), BPI (Block Against Islam), Goldene Morgenröte, Front National und viele weitere als auch die europäische Migrationspolitk und Frontex sind verschiedene Seiten der gleichen Medallie. Wenn das Elend der Flüchtenden ein Ende haben soll, braucht es überall politischen Druck, damit sich die Grenzen für alle öffnen und legale und sichere Fluchtwege möglich werden. Konkret bedeutet das: Protest, direkte Aktionen und zivilen Ungehorsam zu organisieren, Orte der gelebten Solidarität zu schaffen und gemeinsame Ausdrucksformen zu finden.

Wir werden die Chance nutzen um am 06. Februar all diese Punkte auf die Agenda zu setzen. Wenn die rechten und reaktionären Bewegungen versuchen, ihre Politik auf die Straße zu tragen, werden wir ihnen entschlossen entgegentreten. Wir müssen die Verbindung zwischen der restriktiven und autoritären Migrations- und Austeritätspolitik Europas und den Rassismus der sog. Mitte aufzeigen, und wie diese mit Kapitalismus und dem Patriarchat in Verbindung stehen. Globale Herrschafts- und Unterdrückungsformen sind ein Angriff auf uns alle und deshalb müssen wir auch gemeinsam handeln.

Es ist notwendig, sich global gegen die europäische Politik der Ausgrenzung zu organisieren, um den Rechten den Boden zu entziehen. Statt auf den souveränen Nationalstaaten zu vertrauen, müssen wir unsere Solidarität über Grenzen hinweg erklären, voneinander lernen und für gemeinsame, unabhängige und offene Räume kämpfen. Die Schaffung widerständiger, selbstbestimmter Netzwerke schafft auch eine Perspektive für die Befreiung aller Menschen.

Wir werden alles dafür tun, um unser Leben selbstbestimmt, solidarisch und sozial gleichberechtigt führen zu können: jenseits von Nation, Kapital und Patriarchat. Gemeisam gehen wir auf die Straße! Wir rufen zu zivilem Ungehorsam und Aktionen für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle auf! Diese Forderungen müssen politisch erkämpft werden! Wir wehren uns gegen Fremdbestimmung, Regiertwerden und Bevormundung, gegen die rassistisch reaktionären Krisenlösungen der europäischen Politik und rechtspopulistischer Bewegungen!

Solidarität muss politisch werden!
Festung Europa angreifen!

Info- und Soliveranstaltung mit VeKü und Konzert

Ein runder Abend erwartet Euch am 30. April im Erythrosin. Ab 19:30 gibt es gutes Essen, ab 22 Uhr kräftigen Punk von friendcrush (Berlin) und analog ruins (Bremen). Zwischendurch gibt es eine kurze Vorstellung des Anarchist Black Cross Belarus (einer Organisation zur Unterstützung politischer, v.a. anarchistischer Gefangener aus Weißrussland) und einige Infos über die politische Lage der radikalen Linken in Weißrussland. Der Eintritt ist wie immer gegen Spende, ein Teil der Einnahmen kommt dem ABC zugute.

zu den Bands:
friendcrush
analog ruins