6. Februar 2016: Grenzenlose Solidarität – Aktionstag gegen die Festung Europa!

weitere Infos auf: https://actionday.noblogs.org/call/german

Der Aufruf:

Am 6. Februar werden sich rechte Populist*innen, neofaschistische Bewegungen und Parteien an verschiedenen Orten Europas versammeln, um für ihre reaktionären Ideen von überlegenen “Völkern” und “Nationen” zu verbreiten. Wir werden dies nicht einfach hinnehmen! Wir rufen dazu auf, ihnen entschlossen entgegenzutreten und politische Solidarität zu zeigen! An diesem Tag rufen wir zu einem europaweiten Aktionstag gegen die Festung Europa auf!

An vielen Orten in der Welt werden die Zustände unerträglicher, denn der Kapitalismus reißt eine immer größere Kluft zwischen Arm und Reich. Die neoliberalen sog. Strukturanpassungsmaßnahmen der 70er und 80er Jahre zwangen viele Gegenden des globalen Südens hohe Schulden auf und führten zu bitterer Armut. Nach dem Zeitalter des historischen Kolonialismus erzeugten diese Veränderungen erneut eine Abhängigkeit von der sog. westlichen Welt. Auch heute führt diese Politk zu Ausbeutung, Armut und der Zerstörung von Lebensgrundlagen. Der Neokolonialismus nimmt dabei verschiedenste Formen an: Land Grabbing (Landraub), sog. Rohstoff- und Biopiraterie Piraterie von natürlichen Resourcen (Biopiraterie) und Rohstoffen, Waffenexporte und Freihandelsabkommen, Kriege unter der Maske der “humanitären Intervention” oder Unterstützung von Diktator*innen und autoritären Regimen. Der Tod vieler Menschen, nicht nur an den Grenzen Europas, sondern auch in ihren Herkunftsländern ist eine Konsequenz dieser Politik. Die Europäische Union spielt hier eine Hauptrolle. Die offizielle Politik zur Lösung der Krise des Kapitalismus, wie bspw. die deutsch-europäischen Sparmaßnahmen haben autoritäre und rassistische Krisenreaktionen auf der ganzen Welt verstärkt. Die Abstiegsängste der Menschen transformieren sich zusehends in puren Hass gegen “die anderen mit denen ich teilen muss” und führen zur Flucht in konservative Konstrukte wie Nation, Rasse und altbekannte Vorstellungen von Geschlechterrollen.

Auf der anderen Seite werden die europäischen Außengrenzen im zunehmenden Maße militarisiert. Menschen werden nach ihrer Nationalität selektiert, Abschiebezentren erweitert bzw. neu errichtet. Um das unmenschliche System der Abschottung effektiver zu gestalten, kooperiert die EU mit Staaten wie der Türkei, die in ihrem eigenen Land Krieg gegen Kurd*innen führt und den “Islamischen Staat” (Daesh) unterstützt.

Rassistische Bewegungen und Parteien wie PEGIDA, UKIP (UK Independence Party), BPI (Block Against Islam), Goldene Morgenröte, Front National und viele weitere als auch die europäische Migrationspolitk und Frontex sind verschiedene Seiten der gleichen Medallie. Wenn das Elend der Flüchtenden ein Ende haben soll, braucht es überall politischen Druck, damit sich die Grenzen für alle öffnen und legale und sichere Fluchtwege möglich werden. Konkret bedeutet das: Protest, direkte Aktionen und zivilen Ungehorsam zu organisieren, Orte der gelebten Solidarität zu schaffen und gemeinsame Ausdrucksformen zu finden.

Wir werden die Chance nutzen um am 06. Februar all diese Punkte auf die Agenda zu setzen. Wenn die rechten und reaktionären Bewegungen versuchen, ihre Politik auf die Straße zu tragen, werden wir ihnen entschlossen entgegentreten. Wir müssen die Verbindung zwischen der restriktiven und autoritären Migrations- und Austeritätspolitik Europas und den Rassismus der sog. Mitte aufzeigen, und wie diese mit Kapitalismus und dem Patriarchat in Verbindung stehen. Globale Herrschafts- und Unterdrückungsformen sind ein Angriff auf uns alle und deshalb müssen wir auch gemeinsam handeln.

Es ist notwendig, sich global gegen die europäische Politik der Ausgrenzung zu organisieren, um den Rechten den Boden zu entziehen. Statt auf den souveränen Nationalstaaten zu vertrauen, müssen wir unsere Solidarität über Grenzen hinweg erklären, voneinander lernen und für gemeinsame, unabhängige und offene Räume kämpfen. Die Schaffung widerständiger, selbstbestimmter Netzwerke schafft auch eine Perspektive für die Befreiung aller Menschen.

Wir werden alles dafür tun, um unser Leben selbstbestimmt, solidarisch und sozial gleichberechtigt führen zu können: jenseits von Nation, Kapital und Patriarchat. Gemeisam gehen wir auf die Straße! Wir rufen zu zivilem Ungehorsam und Aktionen für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für alle auf! Diese Forderungen müssen politisch erkämpft werden! Wir wehren uns gegen Fremdbestimmung, Regiertwerden und Bevormundung, gegen die rassistisch reaktionären Krisenlösungen der europäischen Politik und rechtspopulistischer Bewegungen!

Solidarität muss politisch werden!
Festung Europa angreifen!

ASJ Vekü am 25.1. ab 20 Uhr!

Heute die erste ASJ Vekü in diesem Jahr!

Dieses mal im Atari in Reudnitz.

Neben dem leckeren und abwechslungsreichen Schmaus, habt ihr natürlich außerdem die Möglichkeit uns mal kennen zu lernen. Unsere Arbeitsrechtler*innen sind auch dabei!

Prozess gegen Anti-Nazi-Aktivisten: erst verprügeln, dann anklagen

Wir solidarisieren uns mit dem Dresdner Antifaschisten, dem morgen der Prozess gemacht wird! Staatlicher Repression können wir nur gemeinsam und geschlossen begegnen. Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Wer vor Ort morgen unterstützen mag: 13:30 Uhr im Sitzungssaal N 1.18 auf der Roßbachstraße 6, Dresden. Damals anwesenden Protestierer_innen wird hier jedoch zu Vorsicht geraten.

Die Pressemitteilung mit den Infos findet ihr hier: https://dresden.fau.org/wp-content/uploads/2016/01/PM-Prozess-gegen-Antifa.pdf

Am 5. Januar geht es wieder los!

Wer sich für das neue Jahr politische Praxis vorgenommen hat, ist herzlich eingeladen:
jeden Dienstag zum offenen ASJ-Plenum, 18.30 Uhr in der Wurze!

ASJ-Vekü fällt aus!

Hallo Freunde des Anarchosyndikalismus und der veganen Verköstigung. Leider müssen wir euch mitteilen, dass die geplante Vekü am Mittwoch den 25.11. leider wieder ausfällt. Bedanken könnt ihr euch bei den leipziger Behörden. Falls ihr uns kennen lernen wollt, könnt ihr natürlich immer gerne zu unseren offenen Plena jeden Dienstag 18:30 Uhr in der Wurze (Wurzener Straße 2) kommen.

Veranstaltungsreihe: Anarchismus – Pragmatismus und Utopie (Vorträge, Buchvorstellungen, Diskussionen)

Diesen Freitag (02.10.2015) beginnt unsere diesjährige Veranstaltungsreihe „Anarchismus – Pragmatismus und Utopie“ mit 9 Wochen voller Vorträge, Workshops, Diskussionen und Vorstellungen von Büchern und Kampagnen.
Die einzelnen Veranstaltungen könnt ihr unter „Termine“ einsehen. Da die Veranstaltungen dieses Jahr abwechselnd in der Eisenbahnstr. 127 und der Autodidaktischen Initiative (Georg-Schwarz-Str. 19) stattfinden, achtet bitte ganz besonders auf die jeweiligen Ortsangaben! Auch die Anfangzeiten haben sich verändert: Um gechillter diskutieren zu können, fangen wir diesmal schon um 19 Uhr an.

Ansonsten: Kommt zahlreich und bringt all eure Freund*innen mit! <3

Und besucht uns auch nächsten Donnerstag (08.10.) bei den Kritischen Einführungswochen. Dort könnt ihr uns all die Fragen stellen, die euch schon immer in Hinsicht auf Anarcho-Syndikalismus geplagt haben, oder die ihr letztes Jahr nicht loswerden konntet.
Wir freuen uns auf euch!

Free Paul (München)

Fast jeden Tag brennen Unterkünfte für Asylsuchende, während rassistische Mobilisierungen die Ressentiments aus den Internetkommentarspalten auf die Straße spülen. Die allgegenwärtige, hasserfüllte Hetze wird bundesweit in Gewalt überführt – aus Worten werden Taten. Gleichzeitig gießt die Politik die Menschenfeindlichkeit in Gesetzestexte, während der Staat mit voller Härte gegen Menschen vorgeht, die sich dem Ganzen in den Weg stellen.
Dass entschlossener Antifaschismus in München auf wenig Gegenliebe seitens staatlicher Behörden stößt ist weder überraschend noch neu. Das Ausmaß der aktuellen Repressionswelle gegen Antifas können wir allerdings nicht einfach hinnehmen. Es reicht! Und das schon lange. Seit Monaten überzieht der Staat jene, die gegen die rassistischen Pegida-Märschen in München aktiv werden, mit massiver Repression. Wir sehen uns mit regelmäßiger Polizeigewalt, Festnahmen und zahlreichen Prozessen konfrontiert. Der bisherige Höhepunkt ist dabei die Inhaftierung des Antifaschisten Paul. Seit dem 20. Juli sitzt er in Untersuchungshaft. Als Vorwand muss ein kurzes Fähnchen herhalten, dass ihm als Waffe ausgelegt wird. Aus diesem – an Lächerlichkeit kaum zu überbietenden – Grund wartet Paul in Stadelheim seit Wochen auf seinen Prozess. Dieser soll am 15. September statt finden. Anlässlich des Prozesses wollen wir mit einer überregionalen Demonstration am 12. September unsere Wut in die Münchner Innenstadt tragen. Antifaschistischer Widerstand bleibt legitim und notwendig!
Demo: 12.9.15 / 14 Uhr Stachus / München
Kundgebung: 15.9.15 vor dem Gericht

Soli-VeKü am 26.8.2015: Refugees Welcome

Diesen Mittwoch heißt es wieder: Schlemmen für ’nen guten Zweck. Ein Teil der Einnahmen kommt den Refugees in Leipzig zu Gute.
Freuen dürft ihr Euch dieses Mal auf feinste Gemüsepfanne mit Kartoffelspalten aus dem Ofen und ein fancy Eisdessert!

Davor und danach heißt es aber weiterhin: Widerstand leisten! Genau jetzt: Kommt zur Turnhalle in die Arno-Nitzsche Straße um die Verlegung der dortigen Flüchtlinge nach Heidenau zu verhindern und damit die Interessen der Betroffenen zu verteidigen! https://www.facebook.com/ConnewitzFuerGefluechtete?fref=nf

Kommt nach Heidenau
und nächsten Montag zu NoLegida

Finden könnt ihr uns morgen wie immer in der Eisenbahnstraße direkt am Torgauer Platz.

Kämpfen heißt Streiken!

Die monatliche ASJ-Vekü widmet sich dieses Mal dem momentanen Arbeitskampf bei Daimler in Bremen. Wir sammeln Spenden für die laufenden Gerichtskosten und informieren über den Wilden Streik von 2014 und seine Bedeutung.

Hintergrund:
Während sich die bundesdeutsche Regierung darum bemüht das Streikrecht immer weiter einzuschränken, haben 2500 ArbeiterInnen bei Daimler im Dezember 2014 genau das Gegenteil getan und „wild“ gestreikt. Ohne die „Genehmigung“ der IG Metall wurde gegen die Auslagerung von 140 Arbeitsplätzen Widerstand geleistet und eine Nachtschicht hindurch die Arbeit niedergelegt. Dailmer reagierte daraufhin mit 760 Abmahnungen. 33 der betroffenen KollegInnen kämpfen nun darum, dass diese Abmahungen aus der Personalakte gelöscht werden sowie um die Stärkung des Streikrechts.

Wir unterstützen die Arbeiterinnen und Arbeiter in ihrem Arbeitskampf.
Streik ist das Mittel der Lohnarbeitenden ihre Forderungen zu erkämpfen und jederzeit legitim!

Ihr findet uns, wie zu jeder Vekü, in der Eisenbahnstraße direkt am Torgauer Platz.

Vortrag zum Anarchismus in Mexiko und Briefeschreiben an Gefangene 15.7.2015

Vortrag zum Anarchismus in Mexiko und Briefeschreiben an Gefangene

Die anarchistische Bewegung blickt in Mexiko auf eine lange Tradition zurück, die bis Mitte des 19. Jh. zurückreicht. Die Anarchist*innen beteiligten sich an der Mexikanischen Revolution und vielen anderen Aktivitäten, die großen Einfluss auf die mexikanische Gesellschaft hatten.

Eine Genossin von Anarchist Black Cross Mexiko wird über die Arbeit ihrer Organisation berichten, die sich speziell um anarchistische Gefangene kümmert, über aktuelle Gefangene und ihre Situation, aber auch über einen Kampf gegen ein Großprojekt im Bundesstaat Oaxaca, bei dem eine lokale Gemeinschaft von ihnen unterstützt wird. Dazu wird es einen kurzen Film sowie Berichte aus erster Hand geben. Am Ende wird es die Gelegenheit für Fragen und Diskussionen geben.

Im Anschluss wird es noch die Möglichkeit geben, anarchistischen Gefangenen weltweit Briefe zu schreiben.

Die Veranstaltung wird auf Englisch mit Flüsterübersetzung durchgeführt werden.

Der Vortrag wird im Erythrosin in der Eisenbahnstraße um 19:30Uhr stattfinden.